Wer als Wanderer oder Radfahrer einen Campingurlaub mit Zeltübernachtung plant, für den ist das Packvolumen und das Gewicht des Zeltes von großer Bedeutung. Für diese Urlaubsform haben sich Kuppelzelte und v.a. Tunnelzelte als Übernachtungsmöglichkeiten bestens bewährt. Durch die Verwendung neuer, immer leichterer Materialien ist ein Tunnelzelt auch beim Wandern keine große Belastung mehr und bietet von allen Zeltformen die beste Raumausnutzung; der Vorteil ist also, dass Tunnelzelte trotz ihrer Größe relativ leicht sind.
Ein Tunnelzelt wird gebildet durch mindestens zwei Stangen (Alu, Fiberglas), die zu halbrunden Bogen parallel nebeneinander aufgespannt werden und so die Außenhülle tragen. Theoretisch sind sehr viele Einzelgestänge möglich, im Handel sind jedoch nur Zelte mit zwei bis vier Stangen üblich.
Bei dem Aufbau entsteht ein tonnenförmiges, halbrundes Zelt, das meist an der Stirnseite den Eingang hat, bei größeren Modellen kann zusätzlich ein seitlicher Zugang vorhanden sein; die Eingänge der Tunnelzelte haben oft auch eine kleine Apsis, wo z.B. Packtaschen oder Rucksäcke geschützt abgelegt werden können.
Aufgrund ihrer Konstruktion sind Tunnelzelte von der Seite her windanfällig; sie müssen deshalb bei starkem Seitenwind mit allen Leinen abgespannt werden, was jedoch nur in steinigem, alpinen Gelände ein leichter Nachteil ist.